Latein: Centrarchidae
Merkmale:
Sonnenbarsche i. e. S.
(Gattung Lepomis) Die Sonnenbarsche i. e. S. sind durch eine häutige Verlängerung
des oberen Kiemendeckelrandes, des sogenannten »Ohres«, gekennzeichnet. Dieses
Ohr ist beim Großohrigen Sonnenbarsch (Lepomis megalotis, bis 20 cm) besonders
deutlich ausgeprägt. Weitere bekanntere Arten sind der Gewöhnliche
Sonnenbarsch (L. gibbosus, bis 20 cm), der Grüne Sonnenbarsch oder Grasbarsch
(L. cyanellus, bis 20 cm) sowie der Rotbrust-Sonnenbarsch (L. auritius, bis 20
cm), bei dem das Ohr auffallend tiefschwarz gefärbt ist.
Lebensräume:
Die hauptsächlich im
zentralen und östlichen Nordamerika beheimateten Sonnenbarsche sind nahe
Verwandte unserer Echten Barsche. Ihre Gesamtverbreitung erstreckt sich vom südlichen
Kanada über die gesamten USA unter Aussparung Niederkaliforniens und großer
Gebiete in den Rocky Mountains bis nach Nordmexiko. Einige der insgesamt etwa 25
Arten, wie der Forellenbarsch, der Schwarzbarsch und der Gewöhnliche
Sonnenbarsch, wurden auch nach Europa und in andere Gebiete eingeführt.
Lebensraum Sonnenbarsche
bewohnen vornehmlich Süßgewässer mit sandigem Boden, wo sie sich bevorzugt in
den stilleren, verkrauteten Uferzonen aufhalten. Einige Arten schwimmen an Flussmündungen
und Lagunen auch ins Brackwasser.
Nahrung:
Nahrung In der Auswahl
ihrer Nahrung sind die durchweg räuberischen Sonnenbarsche nicht sehr wählerisch.
Sie erbeuten besonders Fische, Frösche, Kaulquappen, Schnecken, Würmer,
Kleinkrebse und Wasserinsekten. Auch in Gefangenschaft nehmen die größeren
Arten nur Lebendfutter.
Laichzeit:
Alle
Sonnenbarsche betreiben Brutpflege. Während der frühsommerlichen Paarungszeit
fächeln und wühlen die männlichen Fische Laichgruben im Schutze von Steinen
und Wasserpflanzen. Einige Arten tapezieren die Laichgrube fein säuberlich mit
Pflanzenteilen, andere wiederum schütten rings um das Nest einen Wall auf. Vor
dem eigentlichen Laichakt kommt es zu heftigen Liebesspielen, wobei vor allem
die Weibchen in den schönsten Regenbogenfarben erglühen. Das Gelege, das 1000
und mehr Eier enthalten kann, wird anschließend vom Männchen bewacht; nur beim
Schwarzbarsch beteiligen sich beide Geschlechter an der Brutpflege.